Rechtsanwalt Sebastian Hautli

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Mobbing am Arbeitsplatz

Konflikte am Arbeitsplatz kommen immer wieder vor. Wenn jedoch Beschäftigte über einen längeren Zeitraum gezielt ausgegrenzt, herabgewürdigt oder schikaniert werden, kann Mobbing am Arbeitsplatz vorliegen.

Für Betroffene bedeutet Mobbing häufig eine erhebliche Belastung. Neben der täglichen Arbeitssituation stellen sich viele rechtliche Fragen: Muss ich das Verhalten hinnehmen? Welche Möglichkeiten habe ich gegenüber Arbeitgeber oder Kollegen? Kann ich Schadensersatz verlangen?

Als Rechtsanwalt in Freiburg unterstütze ich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dabei, ihre Situation rechtlich einzuordnen und geeignete Schritte einzuleiten.

Was ist Mobbing am Arbeitsplatz?

Unter Mobbing versteht man ein systematisches und wiederholtes Anfeinden, Schikanieren oder Ausgrenzen einer Person über einen längeren Zeitraum.

Nicht jeder Streit mit Kollegen oder jede Kritik durch den Arbeitgeber ist automatisch Mobbing. Entscheidend ist vielmehr, ob einzelne Handlungen zusammen ein Gesamtbild ergeben, das auf eine gezielte Herabwürdigung oder Benachteiligung hinausläuft.

Typische Beispiele für Mobbing können sein:

  • ständige persönliche Angriffe oder Beleidigungen
  • Ausgrenzung aus dem Team
  • Verbreitung falscher Behauptungen
  • gezielte Herabsetzung der Arbeitsleistung
  • Vorenthalten wichtiger Informationen
  • unbegründete Kritik oder Schikanen
  • Entzug sinnvoller Aufgaben
  • Einschüchterungen oder Drohungen

Auch Mobbing durch Vorgesetzte – häufig als Bossing bezeichnet – kann erhebliche arbeitsrechtliche Folgen haben.

Welche Pflichten hat der Arbeitgeber bei Mobbing?

Arbeitgeber haben gegenüber ihren Beschäftigten eine Fürsorgepflicht. Sie müssen Maßnahmen ergreifen, um Arbeitnehmer vor rechtswidrigen Angriffen, Diskriminierung oder erheblichen Persönlichkeitsverletzungen am Arbeitsplatz zu schützen.

Wird der Arbeitgeber über Mobbing informiert, darf er die Situation nicht einfach ignorieren. Je nach Fall kommen verschiedene Maßnahmen in Betracht – etwa Gespräche, organisatorische Änderungen oder arbeitsrechtliche Schritte gegenüber den Verantwortlichen.

Was kann ich gegen Mobbing tun?

Wer von Mobbing betroffen ist, sollte überlegt handeln und die Vorfälle möglichst genau dokumentieren.

Hilfreich ist insbesondere:

✓ Datum und Uhrzeit der Vorfälle festhalten
✓ beteiligte Personen notieren
✓ mögliche Zeugen dokumentieren
✓ Nachrichten oder andere Nachweise sichern
✓ keine vorschnellen Entscheidungen treffen

Eine rechtliche Einschätzung kann helfen, die nächsten Schritte zu planen und Fehler zu vermeiden.

Habe ich bei Mobbing Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld?

Unter bestimmten Voraussetzungen können Betroffene Ansprüche geltend machen.

Denkbar sind beispielsweise:

  • Unterlassungsansprüche
  • Schadensersatzansprüche
  • Schmerzensgeld
  • arbeitsrechtliche Maßnahmen gegen Beteiligte

Ob solche Ansprüche bestehen, hängt jedoch stark vom Einzelfall und der Nachweisbarkeit der Vorfälle ab.

Kündigung wegen Mobbing – was sollte ich beachten?

Viele Betroffene denken aufgrund der Belastung über eine Eigenkündigung nach.

Vor einer Kündigung sollten jedoch die möglichen Folgen geprüft werden – insbesondere im Hinblick auf Arbeitslosengeld, Abfindung oder weitere Ansprüche.

In manchen Fällen können auch andere Lösungen sinnvoll sein, etwa Verhandlungen über einen Aufhebungsvertrag, eine Abfindung oder eine Veränderung der Arbeitssituation.

Wenn Sie das Gefühl haben, am Arbeitsplatz gemobbt zu werden, sollten Sie Ihre rechtlichen Möglichkeiten kennen.

Ich prüfe für Sie:

✓ Liegt rechtlich relevantes Mobbing vor?
✓ Welche Ansprüche bestehen gegenüber Arbeitgeber oder Kollegen?
✓ Welche Beweise sind wichtig?
✓ Welche Strategie ist in Ihrer Situation sinnvoll?

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