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Stellenabbau bei SICK: Was Arbeitnehmer bei betriebsbedingter Kündigung oder Aufhebungsvertrag jetzt wissen sollten

Der angekündigte Stellenabbau bei der SICK AG sorgt in Waldkirch, Freiburg und ganz Südbaden für große Verunsicherung. Viele Arbeitnehmer fragen sich: Ist mein Arbeitsplatz betroffen? Muss ich eine betriebsbedingte Kündigung akzeptieren? Soll ich einen Aufhebungsvertrag unterschreiben? Und habe ich Anspruch auf eine Abfindung?

Die SICK AG gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Arbeitgebern in der Region Südbaden. Umso größer ist die Sorge vieler Beschäftigter, nachdem das Unternehmen umfangreiche Sparmaßnahmen und einen Stellenabbau angekündigt hat.

SICK plant Stellenabbau in Südbaden – was bisher bekannt ist

Bereits Anfang 2026 wurde öffentlich bekannt, dass SICK aufgrund eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weitere Einschnitte prüft. In der Belegschaft entstand früh Unsicherheit, nachdem auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen wurden.

Im April 2026 konkretisierten sich die Pläne: Nach Medienberichten sollen rund 500 Arbeitsplätze an den südbadischen Standorten wegfallen. Betroffen sein können insbesondere die Standorte Waldkirch, Reute, Freiburg und Donaueschingen. Das Unternehmen begründet die Maßnahmen unter anderem mit Kostendruck und der Notwendigkeit, die Profitabilität langfristig zu verbessern.

Für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt sich deshalb jetzt die entscheidende Frage:

Was kann ich tun, wenn mein Arbeitsplatz bei SICK gefährdet ist?

Betriebsbedingte Kündigung bei SICK – muss ich diese einfach hinnehmen?

Nein. Auch wenn ein Unternehmen Stellen abbaut, bedeutet das nicht automatisch, dass jede Kündigung wirksam ist.

Eine betriebsbedingte Kündigung unterliegt strengen gesetzlichen Voraussetzungen. Der Arbeitgeber muss unter anderem darlegen können:

  • Liegt tatsächlich ein dauerhafter Wegfall des Arbeitsplatzes vor?
  • Gibt es keine andere Weiterbeschäftigungsmöglichkeit im Unternehmen?
  • Wurde die richtige Sozialauswahl getroffen?
  • Wurden Alter, Betriebszugehörigkeit, Unterhaltspflichten und weitere soziale Kriterien berücksichtigt?
  • Wurden Betriebsrat und gesetzliche Vorgaben ordnungsgemäß einbezogen?

Gerade bei größeren Restrukturierungen und Massenentlassungen können Fehler passieren. Eine anwaltliche Prüfung kann deshalb entscheidend sein.

Kündigung erhalten? Die 3-Wochen-Frist unbedingt beachten

Wer eine betriebsbedingte Kündigung erhält, sollte schnell handeln:

Für eine Kündigungsschutzklage gilt grundsätzlich eine Frist von nur drei Wochen ab Zugang der Kündigung.

Wird diese Frist versäumt, gilt die Kündigung in vielen Fällen als wirksam – selbst wenn sie ursprünglich angreifbar gewesen wäre.

Deshalb gilt:

➡️ Kündigung nicht vorschnell akzeptieren
➡️ keine Dokumente ungeprüft unterschreiben
➡️ frühzeitig arbeitsrechtlichen Rat einholen

Aufhebungsvertrag bei SICK: Erst prüfen lassen – dann unterschreiben

Bei größeren Stellenabbaumaßnahmen bieten Arbeitgeber häufig Aufhebungsverträge oder freiwillige Ausscheidensprogramme an.

Ein Aufhebungsvertrag kann Vorteile bieten – etwa eine Abfindungsregelung oder eine planbare berufliche Neuorientierung. Gleichzeitig bestehen aber erhebliche Risiken:

  • Ist die angebotene Abfindung angemessen?
  • Droht eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld?
  • Sind Zeugnis, Freistellung und Resturlaub geregelt?
  • Gibt es bessere Verhandlungsmöglichkeiten?

Wichtig: Ein unterschriebener Aufhebungsvertrag lässt sich später nur schwer rückgängig machen.

Lassen Sie daher ein Angebot prüfen, bevor Sie unterschreiben.

Habe ich Anspruch auf eine Abfindung?

Viele Arbeitnehmer gehen davon aus, dass bei einer betriebsbedingten Kündigung automatisch eine Abfindung gezahlt werden muss. Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch gibt es jedoch nicht immer.

Trotzdem werden gerade bei Restrukturierungen häufig Abfindungen vereinbart – beispielsweise:

  • im Rahmen eines Sozialplans,
  • durch einen Aufhebungsvertrag,
  • oder im Rahmen eines Kündigungsschutzverfahrens.

Ob eine höhere Abfindung möglich ist, hängt stark vom Einzelfall ab.

Arbeitsplatz bei SICK gefährdet? Wir unterstützen Arbeitnehmer im Arbeitsrecht

Unsere Kanzlei ist auf Arbeitsrecht spezialisiert und berät Arbeitnehmer aus Waldkirch, Freiburg und der gesamten Region Südbaden bei:

✓ betriebsbedingten Kündigungen
✓ Kündigungsschutzklagen
✓ Prüfung von Aufhebungsverträgen
✓ Verhandlung von Abfindungen
✓ Sozialplan und Restrukturierungsmaßnahmen

Wenn Sie vom Stellenabbau bei SICK betroffen sind oder befürchten, dass Ihr Arbeitsplatz gefährdet ist, warten Sie nicht ab.

Lassen Sie Ihre Situation frühzeitig arbeitsrechtlich prüfen. Oft bestehen bessere Möglichkeiten, als viele Arbeitnehmer zunächst vermuten.

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